An der aufwendig gestalteten U-Bahnstation “Klosterstraße”, welche am 1.Juli 1913 in Betrieb ging, hält die U-Bahnlinie U2. Der Name der Bahnstation be-schreibt auch seine Lage: Er befindet sich in der Klosterstraße in Berlin-Mitte. Alfred Grenander, ein schwedischer Architekt, der viele U-Bahnhöfe in Berlin gestaltet hat, plante auch die Station in der Klosterstraße.

Der U-Bahnhof Klosterstraße liegt 6,3 Meter unter der Erde. Er wurde allerdings in 8 Meter Tiefe gegründet. Das war damals für einen U-Bahnhof eine beacht-liche Tiefe. Wenn man auf den Bahnsteig steht, erkennt man seine beachtliche Breite und seine kurvige Lage.

Die Breite (11,6 Meter) begründet sich damit, dass der Bahnsteig ursprünglich für 3 Gleise – 3 verschiedene Strecken gedacht war. Eigentlich sollten die Fahrgäste von hier aus mit den angedachten 3 Zügen zur Schönhauser Alle, zur Frankfurter Allee und zum Potsdamer Platz fahren können.

Die aufwendige Gestaltung der Station mit seinen verschiedenfarbigen Kacheln sticht jedem Besucher ins Auge. Auch die großen Tafeln zeigen, welche verschiedenen Verkehrsmittel in Berlin im Laufe der Jahrzehnte zum Einsatz kamen. Ein- und Aussteigende können sich zum Beispiel den Wagen 12 genauer anschauen.

Wer aufmerksam durch den Bahnhof geht, dem wird eine Bronzetafel auffallen. Auf ihr sind die geschichtlichen Eckdaten der Berliner U-Bahn aufgezählt. Ebenso zeigt die Tafel die Gesichter aller für den U-Bahnbau wichtigen Personen. Nach dem II. Weltkrieg war die Tafel verschollen und tauchte erst in den 80er Jahren wieder auf.

Wer schon einmal auf dem Bahnsteig Klosterstraße stand, sind bestimmt auch die sogenannten Vorhallen im Zwischengeschoss aufgefallen. Fachleute sprechen hier von einer gehobenen Ausstattung, denn der Bahnhof befand sich in der Nähe des Alten und Neuen Stadthauses, Außenstellen des Roten Rathauses. Deshalb musste auch der Bahnhof repräsentativer gestaltet sein.

In der südlichen Vorhalle gibt es außerdem eine kleine Kunstgalerie: 4 Ölgemälde des Münchner Künstlers Friedrich Holwein zieren die Halle.

Also: Achtung an der Bahnsteigkante, die U2 fährt ein!