Der Name ist auf das ehemalige Franziskaner-Kloster zurückzuführen, welches sich in der Klosterstraße befand. Heute ist es nur noch eine Ruine und heißt wie früher Graues Kloster, nach den Mönchen, die dort immer graue Kutten trugen. Die Straße wurde nach dem Kloster benannt und das Viertel nach dieser Straße.

Die Klosterstraße ist eine etwa 400 Meter lange, heute relativ ruhige und idyllische Straße. Sie beginnt an der heutigen Grunerstraße und führt dann in Richtung Süden in einem leichten Bogen bis hin zur Spree ans Rolandufer. Auf ihrem Weg kreuzt sie die Parochialstraße und die Stralauer Straße.

Ihr ursprünglicher Verlauf begann am Neuen Mark an der Marienkirche. In einem Bogen lief sie von dort aus parallel zur Stadtmauer bis hin zur Stralauer Straße. Die Stadtmauer bildete am nördlichen Ende zunächst eine Sackgasse. Als die Stadtmauer dann allerdings abgerissen wurde, führte die Straße bis zur Neuen Friedrichstraße.

Heute ist die Klosterstraße nur noch halb solang wie damals. Heute existiert nur noch der südliche Teil.

Die Klosterstraße ist in etwa so alt wie die Stadt Berlin. Sie entstand im Zuge der Vergrößerung des heutigen Nikolaiviertels Anfang des 13. Jahrhunderts.

Im Mittelalter war die Klosterstraße die vornehmste Straße in Berlin. Markgrafen und Kurfürsten suchten diese Straße auf, um dort zu zumindest für eine kurze Zeit zu leben. Das Viertel gehörte zur „gehobenen Wohngegend“ der Stadt. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden vor allem zwei-bis dreigeschossige Bürgerhäuser wie zum Beispiel das Palais Podewil, welches durch seine bemerkenswerte Architektur auffällt. Die Parochialkirche befindet sich ebenfalls an der Klosterstraße. Aus der Luftpers-pektive sieht sie aus, wie ein vierblättriges Kleeblatt. Das Besondere an ihr, war das Glockenspiel mit 37 Glocken. Leider wurde der Kirchturm, nachdem er im II. Weltkrieg zerstört wurde, bisher noch nicht wieder aufgebaut. Aber die Bemühungen zum Wiederaufbau bestehen.

Die Klosterstraße hat eine sehr abwechslungsreiche Namensgeschichte:

1690 wurden zunächst mehrere Straßenabschnitte unter dem Namen Klostergasse zusammengefasst. Die Abschnitte waren meist nicht größer als ein Block oder eine Straßenseite. Diese Straßenabschnitte hatten im Laufe der Jahre verschiedene Namen: „Gegen dem Grauen Kloster“, „Neben dem Grauen Kloster“, „Am Georgenthor“, „Am Oderberger Tor“, „Neben der Kanzlei“, „Gegen der Kanzlei“.

Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts bekam die Klostergasse ihren heutigen Namen “Klosterstraße”, um ihrer damaligen Bedeutung gerecht zu werden.

In der Klosterstraße gibt es eine Menge historischer Gebäude zu entdecken:

Zum Beispiel die Parochialkirche – berühmt für ihr Glockenspiel, welches nicht nur in Berlin bekannt war, oder das Alte Stadthaus, die Reste der alten Stadtmauer oder man besucht Berlins ältestes Restaurant „Zur letzten Instanz“, ein Fingerzeig auf den Justizpalast in der Littenstraße.